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Prof. Dr. Frank Hentschel

 

For curriculum vitae and further information in English see academia.edu 

Geboren 1968. Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und der neueren deutschen Literatur in Köln und London. 1995-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thomas-Institut der Universität zu Köln. 1999 Promotion in Köln. 1999-2006 Wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Freien Universität Berlin (Lehrstuhl Albrecht Riethmüller). 2003/2004 Forschungsaufenthalt an der Harvard University Cambridge, MA. 2006 Habilitation an der FU Berlin. April bis September 2007 Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historische Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt auf der Musik vor 1600). Oktober 2007 bis September 2011 Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Historische Musikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Sozialgeschichte der Musik). Seit Oktober 2011 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Universität zu Köln. 

Frank Hentschel studied Musicology, Philosophy and German Literature in Cologne and London, then being fellow of the Studienstiftung des deutschen Volkes. From 1995 to 1999 he was “Wissenschaftlicher Mitarbeiter” at the Thomas-Institut at the University of Cologne. After obtaining his PhD in 1999 he was “Wissenschaftlicher Assistant” at the Musicological Institute at Free University Berlin. He received awards for his master’s as well as for his PhD theses. In 2003/2004 he was visiting scholar at Harvard University Cambridge, MA, with a Feodor Lynen-scholarship of the Humboldt-Foundation. After his “Habilitation” at FU Berlin he became Associate Professor at the University of Jena (2007), then at the University of Gießen (2007-2011). In 2011 he was appointed Full Professor at the University of Cologne.

His research areas embrace medieval music and mostly music theory, music of the 19th and 20th centuries, including film music. In particular he is focussing on social, political and ideological meanings and workings of music. Also, he is especially interested in questions of methods and theory of science. More recently, a focus on the history of emotions emerged.

Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes
Forschungsgebiete

  • Musik und Musiktheorie des Mittelalters 
  • Musik des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Filmmusik
  • Musik in Sozial-, Politik- und Ideologiegeschichte 
  • Methodik und Wissenschaftstheorie
  • Historische Emotionsforschung

Preise und Auszeichnungen  

  • Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes 
  • Premio Internazionale Latina di Studi Musicali 
  • Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung 
  • Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung

Publikationen

Publikationen / Publications (English version)

1. Bücher

2. Herausgebertätigkeit

  • Mitherausgeber der 2010 neu gegründeten Schriftenreihe Musikphilosophie im Verlag Karl Alber
  • ‚Nationes‘, ‚Gentes‘ und die Musik im Mittelalter, Berlin: Walter de Gruyter, 2014, 472 S. (gemeinsam mit Marie Winkelmüller)
  • Seit Heft 4 / 2012 Mitherausgeber des Archiv für Musikwissenschaft (zuvor mehrere Jahre Schriftleiter)
  • Zwischen E und U. Grenzüberschreitungen in der Musik nach 1950 = Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 27, Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2011, 207 S.
  • Albrecht Riethmüller. Annäherung an Musik. Studien und Essays, Stuttgart: Franz Steiner, 2007, 363 S. (gemeinsam mit Insa Bernds und Michael Custodis)
  • Schriftleitung des Archiv für Musikwissenschaft Heft 1, 2000 (Jg. 57) bis 3, 2007 (Jg. 64)
  • Geistesleben im 13. Jahrhundert, Berlin und New York: Walter de Gruyter, 2000 (Miscellanea Mediaevalia 31), 656 S. (für den Druck besorgt, gemeinsam mit Andreas Speer)
  • Musik – und die Geschichte der Philosophie und Naturwissenschaften im Mittelalter, Leiden, Köln und Boston: E. J. Brill, 1998 (mit Beiträgen von Calvin M. Bower, Lawrence Gushee, Max Haas, Wolfgang Hirschmann, Christian Meyer, Klaus-Jürgen Sachs u. a.), 418 S.

3. Aufsätze

Übergreifende und theoretische Themen

  • „Ein musikhistoriographischer Sonderweg? Probleme mit Dahlhaus’ Geschichtstheorie“, in: Carl Dahlhaus’ ‚Grundlagen der Musikgeschichte‘, hg. von Friedrich Geiger und Tobias Janz, Paderborn 2016, S. 253-270
  • „Musikgeschichte im Raster der Notation“, in: Bericht zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Halle, 29. September bis 2. Oktober 2015
  • „Über Wertung, Kanon und Musikwissenschaft“, in: Der Kanon der Musik: Theorie und Geschichte. Ein Handbuch, hg. von Klaus Pietschmann und Melanie Wald-Fuhrmann, München 2013, S. 72-85
  • „Unfeine Unterschiede: Musikkultur(en) und Musikwissenschaft“, in: Historische Musikwissenschaft. Grundlagen und Perspektiven, hg. von Michele Calella und Nikolaus Urbanek, Stuttgart und Weimar 2013, S. 255-265
  • „Modularisierte Musikgeschichte“, in: Konstruktivität von Musikgeschichtsschreibung. Zur Formation musikbezogenen Wissens, hg. von Sandra Danielczyk u. a., Hildesheim 2012, S. 239-257
  • „Imagination historischer Quellen. Beispiele aus der Musikgeschichtsschreibung des 18. und 19. Jahrhunderts“, in: Archiv für Kulturgeschichte 91 (2009), S. 125-160
  • „Die Dauern der mittelalterlichen Musikgeschichte aus Sicht des 19. Jahrhunderts“, in: Das Sein der Dauer, hg. von Andreas Speer, Berlin und New York 2008 (Miscellanea Mediaevalia 34), S. 41-58

18. bis 21. Jahrhundert

Spätantike und Mittelalter

  • „Die sprachgeschichtliche Bedeutung der Alemanni bei Notker Balbulus und ihre Umdeutung in der späteren Rezeption“, in: Hentschel 2016, S. 15-22
  • „Übernahme byzantinischer Kirchentöne: Graeci bei Aurelianus Reomensis sowie Autoren des 11. Jahrhunderts“, in. Hentschel 2016, S. 29-36 (zus. mit Marian Weiß)
  • „Byzantinische Orgelschenkungen: Graeci in den Quatuor principalia“, in: Hentschel 2016, S. 36-38
  • „‚Habitus‘ und musikalische Spezifik regionaler Gemeinschaften: Hispani, Latini, Teutonici und Galli bei Guido von Arezzo und seinen Rezipienten“, in: Hentschel 2016, S. 63-77
  • „Transalpiner Kulturaustausch? Das Organum im Quintabstand bei den Itali und Suevi nach dem Anonymus codicis Pragensis“, in: Hentschel 2016, S. 89-93
  • „Die geografische Verbreitung der Memoriersilben Ut, Re, Mi, Fa, Sol, La: Angli, Francigenae, Alemanni und Itali bei Johannes dictus Cotto sive Affligemensis“, in: Hentschel 2016, S. 93-102
  • „Musik der Heimat und Musik der Fremde: Galli, Germani und Teutonici bei Guido de Sancto Dionysio“, in: Hentschel 2016, S. 225-236    
  • „Von der gefühlten zur gemessenen Zeit. Die Entstehung der Mensuralnotation und die Erfindung der mechanischen Uhr“, in: Acta Musicologica 86 (2014), S. 5-30
  • „The Sensuous Music Aesthetics of the Middle Ages: the Cases of Augustine, Jacques de Liège and Guido of Arezzo“, in: Plainsong & Medieval Music 20 (2011), S. 1-29
  • „Ille Teutonicus, iste vero Gallus“. Volksgruppe und Mentalität bei Guido von Arezzo, in: Musik des Mittelalters und der Renaissance. FS Klaus-Jürgen Sachs, Hildesheim u. a. 2010 (Studien zur Geschichte der Musiktheorie 8), S. 49-57
  • „Nationsbegriffe in der mittelalterlichen Musiktheorie“, in: Music and the Construction of National Identities in the 19th Century, hg. von Beat Föllmi, Nils Grosch und Matthieu Schneider, Baden-Baden und Bouxwiller 2010, S. 17-33
  • „Augustinus“, in: Musik in der antiken Philosophie: Eine Einführung, hg. von S. L. Sorgner und Michael Schramm, Würzburg 2010, S. 295-310
  • „Von der ästhetischen Erfahrung zur metaphysischen Erkenntnis: De musica“, in: Aurelius Augustinus und die Bedeutung seines Denkens für die Gegenwart, hg. von W. Böhm, Würzburg 2005 (Erziehung, Schule, Gesellschaft 35), S. 77-90
  • „Unbewegte Beweger. Klang und Bewegung in mittelalterlichen Musikbegriffen“, in: Klang und Bewegung. Beiträge zur einer Grundkonstellation, hg. von C. Brüstle und A. Riethmüller, Aachen 2004, S. 41-59
  • „Gerbert, organa, and historical thinking“, in: Archivum Bobiense. Rivista degli archivi storici bobiensi 24 (2002), S. 53-77
  • „Der Streit um die Ars nova – nur ein Scherz?“, in: AfMw 58 (2001), S. 110-130
  • „Quaestiones mathematicales. Eine Textgattung der Pariser Artistenfakultät im frühen 14. Jahrhundert“ (unter Mitarbeit von Martin Pickavé), in: Nach der Verurteilung von 1277: Philosophie und Theologie an der Universität von Paris im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts. Studien und Texte, hg. von J. A. Aertsen, K. Emery und A. Speer, Berlin und New York 2001 (Miscellanea Mediaevalia 28), S. 618-634
  • „Der verjagte Dämon. Mittelalterliche Gedanken zur Wirkung der Musik aus der Zeit um 1300. Mit einer Edition der Quaestiones 16 und 17 aus Quodlibet VI des Petrus d’Auvergne“, in: Geistesleben im 13. Jahrhundert, hg. von J. A. Aertsen und A. Speer, Berlin und New York 2000 (Miscellanea Mediaevalia 27), S. 395-421
  • „Affectus und proportio. Musikbezogene Philosophie der Emotionen um 1300 (Engelbert von Admont und Petrus d’Auvergne“, in: Philosophischer Gedanke und musikalischer Klang. Zum Wechselverhältnis von Musik und Philosophie, hg. von C. Asmuth, F.-B. Stammkötter und G. Scholtz, Frankfurt a. M. und New York 1999, S. 53-68
  • „Divisio musicae und auditus im frühen 14. Jahrhundert“ (zus. mit Björn R. Tammen), in: Artes im Mittelalter, hg. von U. Schaefer, Berlin 1999, S. 83-109
  • „Klang – Zahl – Sprachstruktur: Zur Reduktion musikalischer Phänomene durch ihre sprachliche Umsetzung bei Boethius und spätmittelalterlichen Musiktheoretikern“, in: Die Grenzen der Sprache. Sprachimmanenz – Sprachtranszendenz, hg. von C. Asmuth, F. Glauner und B. Mojsisch, Amsterdam und Philadelphia 1998, S. 47-69
  • „Die Unmöglichkeit der Teilung des Ganztones in zwei gleiche Teile und der Gegenstand der musica sonora um 1300“, in: Musik – und die Geschichte der Philosophie und Naturwissenschaften im Mittelalter, Leiden, Köln und Boston 1998, S. 39-60
  • „Von Denkmustern, Konnotationen und Implikationen. Zu De causalitate Pulchri quantum ad diversitate causatorum (Thomas von Aquin, In librum Beati Dionysii De divinis nominibus, cap. IV, lect. 6)“, in: Archiv für Mittelalterliche Philosophie und Kultur 3 (1996), S. 104-118
  • „Sinnlichkeit und Vernunft in Augustins De musica“, in: Wissenschaft und Weisheit 57/2 (1994), S. 189-200
  • „Robert Grossetestes Brief De unica forma omnium im Spiegel kunsttheoretischer Interpretationen“, in: Mittelalterliches Kunsterleben nach Quellen des 11. bis 13. Jahrhunderts, hg. von G. Binding und A. Speer, Stuttgart-Bad Cannstatt 1993, S. 224-248 (+ Übersetzung des Textes, S. 250-263)

4. Lexikon-Artikel

  • „Musiktheorie“, in: Die Philosophie im 13. Jahrhundert: Ueberweg Grundriss der Geschichte der Philosophie, hg. von C. Flüeler und P. Schulthess, Basel 2017
  • „Music (theory)“, in: Medieval Science, Technology and Medicine: An Encyclopedia, hg. von T. Glick, S. Livesey und F. Wallis, London u. a. 2005, S. 353-355
  • „Odington, Walter“, in: MGG2 (2004)
  • „Jacobus von Lüttich“, in: MGG2 (2003)
  • „Johannes de Muris“, in: ebd.
  • „Kilwardby, Robert“, in: ebd.
  • „Grosseteste, Robert“, in: MGG2 (2002)
  • „Sonus“, in: HmT, Stuttgart 2000, 28 S.
  • „Albertus Magnus“, in: MGG2 (1999)
  • „Augustinus“ in: ebd.
  • „Boethius“, in: Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart in Einzeldarstellungen, hg. von J. Nida-Rümelin und M. Betzler, Stuttgart 1998, S. 120-124